
Hans Kelsen in Genf, ca. 1935. ©Anne Feder Lee
Biographische Untersuchungen zu Hans Kelsen
Hans Kelsen (geb. Prag 11. 10. 1881, gest. Orinda/CA 19. 4. 1973) zählt zu den bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts. In Österreich ist er vor allem als "Architekt" der österreichischen Bundesverfassung bekannt; weltweit erfuhr das von ihm entwickelte rechtstheoretische Modell einer "Reinen Rechtslehre" Beachtung. Während zu seinem wissenschaftlichen Werk eine Fülle von Publikationen vorliegen, wurde sein Leben noch bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts kaum wissenschaftlich untersucht.
2006 und 2011 bewilligte der österreichische Wissenschaftsfonds FWF zwei Projekte ("Biographische Untersuchungen zu Hans Kelsen in den Jahren 1881–1940" , P 19287; "Kelsens Leben in Amerika und die weltweite Verbreitung seiner Rechtslehre", P 23747). Aus diesen Projekten gingen zahlreiche Publikationen hervor, insbesondere die 1027 Seiten starke Biographie "Hans Kelsen. Biographie eines Rechtswissenschaftlers", die 2020 im Verlag Mohr Siebeck erschien (2. Auflage 2021). Eine Übersetzung dieses Buches ins Spanische erfolgte 2025, eine Übersetzung ins Englische ist mittlerweile fertiggestellt und in peer review.
